Beitrag

Mein Leben mit der Hashimoto

Vor circa 10 Jahren wurde die Hashimoto-Thyreoditis bei mir diagnostiziert.

Es fing damit an, dass ich bei Belastung schwerer schnaufen musste und ich immer wieder ein Kloßgefühl im Hals verspürte. Als ich bei einem Nuklearmediziner untersucht wurde, stellte dieser die Hashimoto bei mir fest. Und zum damaligen Zeitpunkt auch zwei gutartige Knoten. Ich wurde medikamentös eingestellt, in der Hoffnung das die Symptome sich bessern würden.

Rückblickend muss ich heute sagen, dass ich niemals erwartet hätte, dass eine Hashimoto-Thyreoditis einem das Leben so erschweren könnte.

Es gibt zweierlei Hashimoto-Typen, es gibt diejenigen, bei denen eine Hashimoto diagnostiziert wurde und die rein gar nichts oder wenig an Symptomen haben (die ich neidvoll kenne😉). Und dann gibt es diejenigen, wie bei mir der Fall ist, deren Leben sich nach der Hashimoto richtet.

Für diejenigen, die nicht wissen was eine Hashimoto-Thyreoditis ist, dies ist eine chronisch, entzündliche Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, wo das Immunsystem die Schilddrüse angreift. Mehr informatives hierzu könnt ihr auch im Blog von Annette Pitzer lesen https://blog.annette-pitzer.de/blog/2018/08/04/hashimoto-thyreoiditis-autoimmunthyreoiditis/#more-1178 . Meiner Meinung nach, hat sie das Thema gut zusammengefasst. Unter anderem berichtet sie auch, wie man die Ernährung an die Hashimoto anpassen kann.

Ich hatte über die Jahre verschiedene Nuklearmediziner aufgesucht, zum einen da ich öfter umgezogen bin und zum anderen, weil ich mit deren Aussagen nicht immer zufrieden war. Das Problem ist auch, dass die Schilddrüse mit ihren Erkrankungen, nicht immer ernst genommen wird. Da bekommt man desöfteren zu hören „leb damit“ oder „sie sind vielleicht einfach nur gestresst“… allein diese Aussagen waren schon Stress genug! Denn Fakt ist, die Symptomatik ist zuerst einmal  nicht lebensdrohlich.  ABER  die Symptome beeinträchtigen verdammt nochmal meinen Alltag und dadurch die Lebensqualität.

Symptome der Hashimoto

Wenn du früh morgens aufwachst, trotz acht Stunden Schlaf, und du das Gefühl hast, als hätte dich ein Lastwagen überfahren… oder du beim Treppen steigen schnaufst, als wärst du schwerst Lungenkrank… du nicht mehr in Rückenlage liegen kannst, weil es dir deine Kehle zuschnürt und du das Gefühl des Erstickens hast… du so ein so starkes Druckgefühl in der Kehle hast,  dass du nicht mehr klar denken kannst… Damit leben muss ich wohl, aber angenehm ist anders.

Mittlerweile kann ich mit diesen Symptomen irgendwie umgehen, ohne das gleich Panik entsteht. Aber es ändert nichts daran, dass man in solchen Momenten leidet und sich nicht zu helfen weiß.

In diesen 10 Jahren mit der Hashimoto hatte ich zweimal die Situation, wo ich die oben beschriebenen Symptome nicht mehr aushielt und vom Hausarzt Kortison bekam. Aber in der Regel sitzt man die Beschwerden aus. Und hofft nach der nächsten Blutabnahme, dass man durch Medikamente wieder besser eingestellt werden kann.

Apropos Blutabnahme, wie kann es sein dass viele Hausärzte oder Ärzte in Krankenhäusern, bei der Blutabnahme nicht wissen, dass bei der Hashimoto-Erkrankung die Antikörper mitbestimmt werden müssen?! Es werden oft nur die normalen Schilddrüsenwerte bestimmt… meine Nuklearmedizinerin meinte, man soll immer darauf hinweisen, aber nicht alle sind erfreut wenn man als Patient auf etwas hinweist!

 

Leben mit der Hashimoto

Natürlich ist eine Hashimoto auch stressanfällig und daher habe ich mittlerweile meine eigenen Stressbewältigungsstrategien. Eine davon ist, sich den Alltag besser zu organisieren. Eine positivere Grundeinstellung. Und seit kurzem gehört für mich Yoga zum seelischen und körperlichen Ausgleich dazu. Gerade beim Yoga lerne ich, innerlich ruhiger zu werden.

Bei der Ernährung wiederum, achte ich darauf jodhaltige Speisen zu vermeiden, aber dies erweist sich als schwierig. Wenn man sieht, wieviel Produkte mit jodiertem Speisesalz hergestellt werden. Mittlerweile gibt es doch laktosefreie, glutenfreie und Diabetiker Produkte, warum nicht auch eine Hashimoto-Ecke im Supermarkt einrichten? (Marktlücke!)

Es gibt viele Hashimoto-Erkrankte, mit unterschiedlichen Symptomen und vielleicht den ein oder anderen Leidensgenossen… vielleicht habt Ihr Lust mir eure Erfahrungen und Tipps zur Hashimoto mitzuteilen?

Ich würde mich darüber freuen!

#hashimoto

#leidensgenossen

#bewusstleben

Isabella

 

 

Werbung zum Thema *
*

4 thoughts on “Mein Leben mit der Hashimoto

  1. Liebe Isabella,
    danke für Deine wertschätzende Erwähnung meines Blogs. Habe mich sehr darüber gefreut! Ich gehöre ja auch zu den Hashis und kann nur sagen, Du machst das super. Nur ein Tipp, auch ich habe viele Jahre Jod vermieden und wurde deshalb sehr krank. Lass Dich beraten, denn auch als Hashimoto-Erkrankte brauchst Du Jod, ganz besonders wenn Du einmal vorhast schwanger zu werden.
    Alles Liebe
    Annette

    1. Hallo Annette, vielen lieben Dank, auch für den Tipp mit dem Jod. Ich habe morgen wieder einen Kontrolltermin bei der Nuklearmedizin, da werde ich mal wegen dem Jod fragen.
      In der Schwangerschaft hatte ich die beste Zeit mit der Hashimoto, gar keine Beschwerden und die geringste Dosis vom L-Thyrox. Interessant auch zu wissen, wie unterschiedlich die Hashimoto den Körper beeinflussen kann.
      Ganz liebe Grüße
      Isabella

  2. …huhu Isa,
    Die hashimoto ecke in supermarkt find ich cool oder wir machen einen Laden auf…obwohl ich auch gehört hab etwas Jod nicht stört und ich esse nur nicht zu viel Suschi weil da merk ichs gleich, aber ab und zu göhn ich mir auch das…Jede muss sein Mass was er darf was nicht finden denk ich genauso wie die SD Medikamente, nur nach Blutwerten kann man auch nicht gehen manche fühlen sich mit TSH über 1 wohler, manche nicht, sagen auch gute Nuklearmediziner..Ich hab auch oft beschiessene Tage dabei mit Muskelschmerzen,extreme Müdigkeitseinbrüche etc…Also viel Glück und bin gespannt auf Austausch…

    1. Liebe Milla, danke für deinen Kommentar. Ich habe auch gemerkt das die Blutwerte nicht immer mit dem übereinstimmen wie man sich eigentlich fühlt, aber es ärgert mich nur das in dem Moment entweder der Arzt sagt „das bilden sie sich nur ein“ oder „damit müssen sie wohl leben“… ich denke mir da nur „herzlichen Dank für das Gespräch und dafür habe ich extra einen Termin ausgemacht“🤷‍♀️! Mal abgesehen von einer alternativen Beratung, was man noch alles tun kann für die Hashimoto, habe ich bisher noch von keinem Arzt erhalten!
      Liebe Grüße
      Isabella

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.