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Was benötigt man um glücklich zu sein?

Für mich sind folgende Punkte wichtig um glücklich zu sein:

1. Selbstbewusstsein

Zum Punkt Selbstbewusstsein habe ich einiges zu erzählen. Fangen wir damit an, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat… mein Päckchen gleicht aber eher einem Paket.

Es ist für mich ein Stück Eigentherapie darüber zu schreiben… vielleicht hoffe ich auch auf Menschen zu treffen , die mir ähnlich sind und etwas zu dem Thema beitragen können…

Sagen wir mal so, heute bin ich froh an einem Punkt zu sein, wo ich stark genug bin, um mit diesem Paket umgehen zu können… oder das Paket erscheint mir nicht mehr so schwer.

Alles fing damit an, als ich 1½ Jahre alt war…als ich einen Topf mit kochendem Wasser über meinen damaligen, kleinen Körper zog… ich hatte starke Verbrühungen an Hals, Oberkörper und Arm… der Zustand war kritisch, Organversagen, Hauttransplantationen etc…. ich verblieb circa zwei Monate im Krankenhaus. Wie es dabei meinen Eltern erging, brauch ich wohl nicht zu schreiben, man kann es sich nur vorstellen, wie schlimm das für Eltern sein muss, wenn dein Kind kurz vorm Sterben ist… 

Ich war sehr ausgeprägt neugierig und rebellisch, ich testete gerne die Nerven meiner Eltern aus.
Beispiele hierzu gibt es zu genüge…ich habe mir mit 3 Jahren ein Loch unter unserem Zaun gebuddelt, damit ich mich vom Grundstück wegschleichen konnte, um meine Kindergarten-Freundin zu besuchen, die ein ganzes Waldstück entfernt von uns wohnte…
Ich habe mich in unserem hauseigenen Hühnerstall, neben den Hühnern versteckt, während meine Eltern erneut panisch nach mir suchten… auch im Urlaub habe ich mich desöfteren vor meinen Eltern versteckt, und dabei zugesehen, wie sie in einem fremden Land verzweifelt nach mir suchten…

Wieso habe ich sowas getan?

Keine Ahnung, vielleicht ist das normal bei Kindern?! ich habe gerne Sachen getan die gefährlich waren… Heute dagegen, mach ich mir schon in die Hose, wenn irgendwo eine Gefahr lauert!

Meine Kindheit verlief daher sehr überbehütet, was ich natürlich nachvollziehen kann… dadurch verstärkten sich jedoch auch meine Ängste. 

Man müsste meinen, mit 1½ Jahren könnte sich ein Kind an so ein erlebtes Trauma gar nicht erinnern… aber unbewusst, im tiefsten Inneren, bohrte sich dieses Trauma in meine kleine Seele…

Die Folge: panische Angst oder panisches Verhalten bei Kontakt mit heißem Wasser (ich habe eine magische Anziehung auf heißes Wasser) und eine Reihe an Ängsten, die sich im Laufe der Kindheit/Jugend verstärkt haben.

Was hat es aus mir gemacht?

Es war eher ein längerer Prozess… In der Kindheit habe ich mir, ab und an, Beleidigungen aufgrund meiner Narben anhören müssen. Aber am schlimmsten fand ich die Blicke, vor allem, in der Pubertät, wenn man im Bikini am Strand war, teilweise wurde mit dem Finger auf mich gezeigt oder die Leute sprachen mich an, mit Sätzen wie „bevor ich da noch länger hin starre, was hast du da gemacht?“. Es hat mich ehrlich gesagt überfordert, darauf zu antworten… ich war fassungslos und perplex!

Ich versuchte eine lange Zeit meinen Körper zu verstecken. Vor allem in der Pubertät. Da ist man generell verunsichert, kämpft mit seinen übermäßigen Hormonschüben, mit Akne im Gesicht und dann auch noch diese Narben, als hätte man in der Pubertät nicht schon genug Probleme.
Jedes kleinste negative Erlebnis oder menschliche Aufeinandertreffen, verunsicherte mich nur noch mehr, so dass ich über die Jahre viele weitere Ängste entwickelt habe… dadurch war ich sehr introvertiert und tat mich schwer mit sozialen Kontakten. Ich war nie locker, sondern immer verkrampft. Ich habe jeden Blick und jede Geste der anderen analysiert.
Mein Selbstbewusstsein hatte die Größe einer Erbse.

Ein kleines Häufchen Elend 

Als ich dann circa 18 Jahre war, kam ein kleiner Umbruch, ich versuchte  klamottentechnisch meine Narben nicht mehr zu verstecken. Dafür versteckte ich umso mehr mein Innenleben. Das gelang mir auch ganz gut, ich verkaufte mich als eine fröhliche, junge Frau die so tat, als wären die Narben ihr völlig egal. Das zeigte auch Wirkung, die Menschen kauften mir das ab und nahmen mich anders wahr… aber es war dennoch gespielt.       Ich verschleierte damit nur mein tiefstes Inneres… wie es mir tatsächlich erging, wusste nur ich selbst.

Das hatte auch folgendes Problem zur Folge: wenn ich mich auf eine Beziehung mit einem Mann einließ, und ich mich nach einer gewissen Zeit diesem wirklich öffnen konnte, so fiel meine Maske irgendwann endgültig ab. Und ich offenbarte mein wahres Ich, ein kleines Häufchen Elend.

Ich klammerte mich so sehr an diesen Partner und machte mich emotional abhängig… ich dachte, ich bin nur mit diesem Menschen etwas wert.  

Ich hatte solche starken Verlustsängste, dass natürlich langfristig der Partner drohte daran zu “ersticken“, mit dem Resultat das diese Beziehungen scheiterten.

Was hat sich geändert? 

Irgendwann kam ich an den Punkt (nach diesen gescheiterten Beziehungen), wo ich mir sagte, es ist völlig egal wie du aussiehst. Schönheit ist vergänglich, deine inneren Werte machen dich zu dem besonderen Menschen, der du eigentlich bist! 

Auch habe ich 7 Jahre damit verbracht, Single zu sein. Das war auch gut so, um mir über einiges klar zu werden. 

Ich würde sagen, ich habe diese Jahre gebraucht um mich selbst zu finden. Um an mir und meinem Selbstbewusstsein zu arbeiten. Beispielsweise versuchte ich nicht mehr jeden und alles zu analysieren, nicht ständig darüber nachzudenken was jemand über mich denkt. Dies muss man versuchen abzustellen. Das macht einen irre.

Fakt ist, Geschmäcker sind unterschiedlich, ich kann nicht von jedem geliebt und toll gefunden werden. Fakt ist auch, oberflächliche Leute gibt es überall, aber diese sind auch nicht besonders intelligent. Und Fakt drei ist, sogar wenn einer mal schlecht über mich denkt, was ist die Konsequenz? Eigentlich gar keine, denn ich habe genügend Menschen um mich herum, die mich lieben.

Auch habe ich mich mehr auf meine damalige Ausbildung konzentriert, auf meine berufliche Zukunft. Ich habe mir Ziele gesteckt und mich über jedes erreichte Ziel gefreut, welches mir stückchenweise mehr Selbstbewusstsein verschafft hat. Die Ausbildung zur Physiotherapeutin und die Jahre in diesem Beruf verhalfen mir dabei auch stärker und selbstbewusster zu werden. 

Fazit

Glaube an dich selbst! So wie du bist, bist du toll! Jeder ist äußerlich, wie auch innerlich etwas besonderes!

Stecke dir Ziele, denn jedes erreichte Ziel macht dich stärker und selbstbewusster! 

 

2. Gesundheit 

Die Gesundheit ist das A und O! Wenn man krank ist oder krank wird, dann wirkt sich das natürlich auf die Lebensqualität aus. Aber auch da gilt es, stark zu bleiben, versuchen den Gesundheitszustand zu fördern, durch Ernährung, Sport oder einfach nur Zeit für sich selbst zu finden, um sich etwas gutes zu tun. 

Eine positive Grundeinstellung ist hierbei immer hilfreich, um viele Hürden des Lebens zu meistern. Diese Erkenntnis kam mir auch erst nach vielen Jahren.

 

3. Das Leben genießen 

Genieße dein Leben in vollen Zügen, mit deinem Partner, mit deinen Kindern, mit deiner Familie oder Freunden…  Genieße jede kleine nette Geste, genieße jedes Lächeln welches dir geschenkt wird, sauge es auf und sei dankbar.

Genieße es, wenn die Sonne scheint, genieße es tagtäglich eine Mahlzeit auf dem Tisch zu haben. Genieße jede freie Minute mit der Natur. Genieße dein Leben und jammer nicht über jedes kleine Detail im Leben. 

Achtsamkeit passt hier gut hinein, sei offen, neugierig, wachsam und akzeptiere dich und andere. Nehme wahr, was dir das Leben tagtäglich schenkt.

Diese obengenannten Bedingungen müssen für mich erfüllt sein, um letztendlich glücklich zu sein.

Aber es steckte ein langer Lernprozess dahinter. Keiner hat gesagt, dass der Weg dahin leicht sein würde.

Apropos Thema Glücklich-sein… ich habe zufällig eine interessante Seite gefunden (da ich auch ihr Buch verlinkt habe), die Seite von Laura Milena Seiler. Eine Expertin darin Menschen zu helfen sich selbst zu finden, an deren Selbstbewusstsein zu arbeiten und deren volles  Potential zu entfalten. Auch beinhaltet ihre Seite Podcasts. Ihre Seite hat mich doch sehr beeindruckt. Wenn ihr selbst mal schauen wollt, der Link zu ihrer Seite https://lauraseiler.com/.

 

In diesem Sinne

#glücklich sein #selbstbewusstsein #gesundheit #lebengenießen

#achtsamkeit #derwegistdasziel

 

Isabella

 

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