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Positive Selbstgespräche zur Stressbewältigung

Welche Art von Selbstgespräche führst du mit dir?

Und ja, jeder Mensch führt Selbstgespräche, diese laufen nur oft unbemerkt ab. Die Art der Selbstgespräche spielt eine Rolle bei der Entstehung von Angst und Stress.
Fast jede Situation oder jede Handlung im Alltag, läuft mit einem inneren Dialog ab… gerade wenn wir dabei sind, Aufgaben zu lösen, bestimmte Tätigkeiten durchzuführen und vor allem in Stresssituationen, sprechen wir mit uns selbst.

Daher ist es entscheidend, welche Art von Selbstgesprächen man führt.

Bist du vielleicht der Erfolgs-Typ mit positiven, inneren Dialogen oder bist du der Misserfolgs-Typ mit negativen Dialogen?

Negative Gedanken

Früher hatte ich beispielsweise Angst davor, eine Rede vor Publikum zu halten. Sei es zu Schulzeiten Referate vorzutragen, in mündlichen Prüfungen Rede und Antwort zu stehen oder in der Ausbildung Präsentationen vorzuführen… Ich machte mir schon im Vorfeld viele negative Gedanken: „Was passiert wenn ich stottere?“ „Was, wenn die Rede, die ich halten möchte, nicht gut genug ist? Die Leute sich womöglich langweilen oder genervt sind?“. Einfach die Angst sich zu blamieren, die Angst zu versagen.

Das kommt daher, da ich oft dachte, mein Wissen und meine Fähigkeiten wären nicht gut genug, um diese Situationen bewältigen zu können. Mein damaliges Selbstbewusstsein hatte maximal die Größe einer Erbse. Selbstvertrauen kaum vorhanden.

Im Vorfeld machte ich mir so viele negative Gedanken, so dass die oben genannten Situationen, nur noch Angst in mir auslösten. Und infolgedessen verursachte das ganze auch noch Stress, negativen Stress, mit all seinen negativen Auswirkungen: gerötetes Gesicht; schneller Puls; schnelle Atmung; ich fing an zu stottern; ja im schlimmsten Falle bekam ich einen Blackout, alles erlernte war wie weggeblasen (wie in der mündlichen Prüfung in der Physiotherapie-Ausbildung). Und zu guter Letzt bekam ich, dank meines Reizdarms, noch einen schönen, geschmeidigen Durchfall!

Teufelskreis

Ich war gefangen in einem Teufelskreis:

  • die negativen Gedanken, bereiteten mir Angst
  • mein Körper reagierte mit unangenehmen Begleiterscheinungen wie das Erröten, Stottern oder verhaspeln, und Durchfall
  • diese Begleiterscheinungen verursachten mir zusätzlich Stress und noch viel mehr unangenehmere Symptome.

Die Folge: ich versucht solche Situationen grundsätzlich zu vermeiden (in Schulzeiten aber eher schwierig) oder ich war schon vorher tagelang „krank“.

Nun ja, das war damals, vor vielen Jahren, und heute?

Es fällt mir leichter, mit solchen oder ähnlichen Situationen umzugehen. Irgendwann erlangte ich endlich Selbstbewusstsein, ein langer Lernprozess. Ich legte irgendwann meinen Schalter um. Meine Denkweise hatte sich verändert. Meine negativen Gedanken sind nun positive Gedanken. Positive Selbstgespräche um mich zu motivieren.

Positive Selbstgespräche

Im Falle von „eine Rede halten“ sollte man sich folgende positive Gedanken machen:

  • Wenn ich mich gut auf diese Rede vorbereitet habe oder in Prüfungssituationen gut gelernt habe, dann bin ich auch bereit mich dem zu stellen! Es kann eigentlich nur gut für mich laufen! Dennoch muss ich nicht perfekt sein! Nobody is perfect!
  • Und sollte ich mich mal versprechen, dann versuche ich darüber zu lachen oder mache einen lustigen Spruch, und schon wird das ganze lockerer. Und das Publikum hat auch etwas zu lachen.
  • Lampenfieber zu haben oder Aufgeregt-sein ist absolut menschlich und völlig okay, solange mich dieses Aufgeregt-sein antreibt und motiviert. Das ist die Art von positiven Stress.

Daher ist Stress allein, nicht grundsätzlich schlecht. Nur die Denkweise hierzu ist entscheidend, um mit Stresssituationen umgehen zu können.

Daher gehört es zur Stressbewältigungsstrategie, seine Gedanken bewusst wahrzunehmen, zu überprüfen und gegebenfalls zu verändern.

Wir fühlen, wie wir denken. Und Angst ist auch ein Gefühl.

Das Denken hat somit einen Einfluss auf unser Handeln.

Stressbewältigung

Man kann positive Gedanken, positive Selbstgespräche und eine positive Selbstwahrnehmung erlernen. Fangt einfach damit an, eure Denkweise wahrzunehmen und zu überprüfen. Notiert euch, eure Stärken und haltet euch diese täglich vor Augen. Wandelt negative Gedanken in positive Gedanken um.

Der Erfolgs-Typ sieht in der Regel nur seine Stärken. Und sogar wenn mal eine Situation schlecht für ihn verläuft, dann sagt er sich  „Beim nächsten mal, mache ich es besser“ oder „Ich mach mich gleich nochmal an die Arbeit, um mich zu verbessern. Das passiert mir kein zweites Mal!“

Der Misserfolgs-Typ sieht immer nur seine Schwächen und bei schlecht verlaufenden Situationen, sagt er sich „Ich habe es gewusst, dass ich versage“, „Nie wieder werde ich mich so einer Situation stellen“ – typisch ist das darauffolgende Vermeidungsverhalten.

Fakt ist, jeder hat Stärken und Schwächen, ich muss mir meiner Stärken aber bewusst sein und diese gezielt einsetzen können. Und auch ist es wichtig zu wissen, welche Schwächen man hat und sich diese auch mal eingestehen. Man kann sich nur stetig verbessern, indem man auch Misserfolge annimmt und daraus lernt.

Man sollte sich den Herausforderungen des Lebens und seinen Ängsten stellen, für ein glücklicheres, uneingeschränktes Leben.

In diesem Sinne

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Isabella

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